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Madagaskar wird auch der "8. Kontinent" genannt. Diese Bezeichnung stammt weniger von der Größe der Insel als von ihrer langen isolierten Entwicklung, die eine sehr eigenständige Natur entstehen ließ: Madagaskar wurde vor 150 Millionen Jahren von Afrika und vor 90 Millionen Jahren von Indien getrennt.

Durch seine lange geografische Isolation beherbergt Madagaskar eine einzigartige Fauna. Urtümliche Tiergruppen wie die Lemuren und andere Halbaffen kommen nur hier vor. Die Raubtiere sind auf Madagaskar nur durch einige Arten abweichender Schleichkatzen vertreten, die Fossa, die Fanaloka und den Falanuk. Eine weitere rein madagassische Tiergruppe sind die igelähnlichen Tenreks. Dafür fehlen auf der Insel viele Arten wie zum Beispiel Affen und Giftschlangen

Die Insel ist ursprünglich nahezu komplett bewaldet gewesen. Die küstennahen Zonen sind dabei von tropischem Tieflandregenwald bedeckt. Von den ursprünglichen Regenwäldern sind nur noch 4 % erhalten. Die größten zusammenhängenden Regenwaldflächen, die noch existieren, liegen auf der Masoala-Halbinsel.

Das zentrale Madagaskar ist ein Hochplateau mit durchschnittlichen Höhen von 1100 m. Es fällt nach Osten schroff und steil ab, während der Anstieg im Westen sanfter ausfällt. Das Plateau gipfelt im Ankaratra, dem mit 2876 m höchstem Berg der Insel. Auf dem Plateau ist das Klima gemäßigt.

 

 

 

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